Lehrfahrt an den Bodensee – Sonne, Wissen und Genuss
Am 20. Juni 2026 war es soweit: Die geplante Lehrfahrt an den Bodensee startete bei strahlendem Sonnenschein. Über Bundes‑ und Landesstraßen führte die Route durch Oberschwaben direkt nach Friedrichshafen, wo die Teilnehmer vom Bodensee mit herrlichem Alpenpanorama und einer angenehmen Brise empfangen wurden. Der Vormittag stand zur freien Verfügung – ob Zeppelin‑Museum, Strandpromenade oder ein Spaziergang entlang des Ufers: Die Zeit verging wie im Fluge.
Pünktlich um 12:30 Uhr versammelten sich alle wieder am Bus, um in gespannter Erwartung zum Obsthof Pfleghaar in Markdorf‑Reute weiterzufahren. Der auf einer Anhöhe gelegene Hof bietet einen beeindruckenden Blick über die sanfte Hügellandschaft und nahezu den gesamten Bodensee. Hofgutbesitzer Erich Pfleghaar begrüßte die Gruppe herzlich und gab zunächst eine Einführung in seinen Betrieb, bevor es mit dem beliebten „Erdbeerzügle“ durch Weinberge, Obst‑ und Gemüseanlagen ging.
Unterwegs erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Landwirtschaft der Region und die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Hitzeperioden, Starkregen und Hagel erfordern immer aufwendigere Schutzmaßnahmen – von Hagelnetzen über Bewässerungs- und Sprühanlagen bis hin zu Regenwasserspeichern ist alles im Einsatz.
Das Hofgut begegnet diesen Entwicklungen mit Selbstvermarktung, neuen Anbaukonzepten und innovativen Ideen. Aufwand und Ertrag rücken immer stärker in den Fokus, da es auch immer schwieriger wird alle vorgegebenen Maßnahmen und Vorschriften umzusetzen Neben der Pflege bewährter Sorten werden neue gezüchtet, und wo möglich ersetzen Nützlinge teure und umweltschädliche Chemikalien. Besonders die Erdbeere genießt auf dem Hof besondere Aufmerksamkeit: Von Mai bis Dezember wird sie geerntet – ein Ergebnis jahrelanger Pionierarbeit mit einem jahrelangen Entwicklungs- und Züchtungsprozess.
Auch für den privaten Nutzgarten gab es praktische Tipps. So empfahl der Hofbauer, Tomaten morgens zu gießen, nicht abends: „Oder gehen Sie gerne mit nassen Füßen ins Bett?“, scherzte er.
Zum Abschluss wurden die Teilnehmer im Hofcafé mit Kaffee, kalten Getränken und Kuchen verwöhnt. Im großzügigen Hofladen bot sich anschließend Gelegenheit zum Einkauf regionaler Produkte. Einhellig waren sich alle einig: Der Besuch im Hofgut Pfleghaar war unterhaltsam, lehrreich und rundum gelungen – und sicher nicht der letzte.